. - WIR SIND TIDDISCHE

Wir sind Tiddische
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Hier einige historischen Bilder rund um Tiddische
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Ein großer Dank an Frank Piotrowski (Tiddische) für die Bereitstellung seines Sammelsuriums.
Des Weiteren danke ich Otto Schulze (Tiddische) und Harald Harms (Jembke) für die zahlreichen Fotos und Illustrationen.
Auch ein besonderer Dank an an den Strammverlag, für die Genehmigung, Ihre Fotografien bzw. Postkarten veröffentlichen zu dürfen.



Tiddische am 7. Februar 1887

Heute ist der Tag wo der Knopf auf den neuen Thurm vom Dachdeckermeister Hannes Stoppelhar aus Parsau auf gesetzt wird, letzterer hat auch die Dachdeckerarbeit am Thurm gemacht. Die Mauerarbeit von Amts Mauermeister Ernst die Holzarbeit von Amts Zimmermeister
 
Kramer beide aus Vorsfelde. Das Schulhaus nebst Scheune und Stallung ist von der Gemeinde angekauft für den Preis von 18060 Mk. Gebaut ist das Haus u. Stallung vom Ackermann Heinrich Göhe N asse 3 in Tiddische und wurde 1 1/4 Jahr Gastwirthschaft neue betrieben dann wurde es durch seine leichte Wirthschaftsführung von Conkurs wegen verkauft. Auf diesem Grundstück ruhte eine Kruggerechtigkeit die von der Gemeinde mit der alten Schule an den Nachbar Gastwirth Schröder für den ansehnlichen Kaufpreis von 2500 / •  • gleich 7500 Mk verkauft wurde. Die neue Schule ist von dem Bauunternehmer Heine in Vorsfelde ausgebauet. Der ganze Bau hat etwa 23 000 Mk gekostet. Wie viel dazu aus Statmitteln gereicht wird ist noch nicht festgestellt. Der zeitige Lehrer war Wilhelm Franke dessen Ehefrau geb. Marie Erse aus (beide) Vorsfelde. Die Gemeindebehörde bestand aus dem Gemeindevorsteher Heinrich Schulze N. ass 22 und 9 Gemeinde räthe. Siemke .No 3 Schulze No 5 Schulze No 7 war das Jahr vorher Vorsteher Ühleke No 8 Daries Mo 9 Müller No 30 Hartig No 27 Schulze No 28 Schulze No 19 Der Pastor war Bötcher in Jembke. Der Kirchhof wurde im Jahre '1864 angelegt. Eben wird auch der Weg von Barwedel nach Tiddische gemacht. Die Glocke wird in 3 Wochen eingebracht, so wie Uhr.
 
Ist eben viel vom Kriege die Rede. Die Gemeinde zählt eben 273 Einwohner, das Geld war karg sonst sollten einige Münzen beigelegt werden, Korn und Vieh war billig Rogge kosten 50 M oder 25 Kilo 3 Mk 30 Pfg. Hafer 15 Kilo 1,70 Weizen 3 Mk 40 Buchweizen 20 Kilo 2Mk 50 eine gute Kuh wurde immer noch mit 300 Mk bezahlt, hat aber schon 340 bis 350 Mk gekostet. Die Ferkel kosten 18 bis 30 Mk 6 Wochen alt.
Standesbeamter war Unterzeichneter.
 
Dies Jahr haben wir bisher einen gelinden Winter um Weihnachten war es einige Tage recht kalt. Der letzte Nachsommer war sehr trocken das eben die Brunnen davon noch leiden. Die Heuernte war ziemlich gut. 1200 Kl. Stroh kosten 24 Mk. Heu 50 Kilo 2, 3 bis 4 Mk. Butter 1/2 Kilo 70 bis 80 Pfg. Eier 60 Stück 2Mk 80. Das Herzzogthum wurde durch Prinz Albrecht von Preußen regiert.
 
Neues sonst fehlt. *
 
 
 
 
Niedergeschrieben von Heinrich Schröder 54 Jahre alt am 7. Februar 1887
 
 
 
 
Schröder
 
                 W. Francke, Lehrer.
 
 
 
 
In dem Turmknopf befand sich
 
1.) Braunschweiger Anzeigen vom 6.Febr. 1887
 
2.) Helmstedter Kreisblatt vom Freitag den 4. Februar 1887.
 
Beide Zeitungen waren stark verrottet, weil der Turmknopf mehrfach durchschossen war.
 
 
 
 
*Anmerkung
 Der Text wurde 1:1 übernommen incl. der damaligen Schreibweisen
 Michael Krupke 19.08.2018
Zum Andenken!

Die hierneben den Thurm stehende Schule ist im Jahre 1884 von den Ackermann Göhe hieselbst Aufgebauet der p. Göhe hat seinen in Dorfe belegenen Ackerhof an seine Schwester Friedrike abgetreten, und nach das neue Haus welches Oben erwähnt ist hingezogen um in das gedachte Haus als Gastwirth zu attestieren wo der g.Göhe nur ein Jahr Gastwirth war und dann Curkurs machte, bemerke noch das das Gebäude nebst Hof von früher her eine Kruggerechtigkeit darauf ruhte und wie unterzeichneter herdenken kann schon zum 10 ten mahle verkauft ist als Gastwirtschaft, vor den aufbau des Oben erwähnten Hauses ist der Krughof Abgebrand , zum Elften male ist der Krughof neben das neue Wohnhaus von unterzeichneten zur Schule An 9 Juni 1885 für die Gemeinde Angekauft zu einen Kaufpreis von 18000 und 60 Mark und als Schule umgebauet, bemerke noch das ich zur Zeit von 1879 bis 1886 Gemeindevorsteher gewesen bin und solches für die Gemeinde Angekauft habe.
Ich schreibe dieses zum Andenken in aller Eile


Ackermann Heinrich Schulze
N. ahse 7

Tiddische den 7 ten Februar 1887.
Zum ewigen Andenken für meine Nachkommen.
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